
Jonas Christian Dettling
Geschäftsführer

Vom Dokumentationsdruck zur Beziehungsarbeit: Die digitale Transformation in der Eingliederungshilfe
Wenn Einrichtungen der Eingliederungshilfe an die Grenzen ihrer administrativen Belastbarkeit stoßen, betrifft dies den Kern ihrer Arbeit: die Zeit für die Klienten. Fachlich exzellente Fachkräfte verbringen oft Stunden nach Dienstschluss am Schreibtisch, um komplexe gesetzliche Bedarfsermittlungen zu formulieren. Komplexe Vorgaben der Leistungsträger, die mühsame Recherche in verteilten Systemen und sprachliche Unsicherheiten bei internationalem Fachpersonal führen zu einer hohen Dokumentationslast, die wertvolle Kapazitäten bindet.
Die Ausgangslage in der Praxis
Der administrative Aufwand rund um die gesetzliche Bedarfsermittlung bindet erhebliche Ressourcen in den Einrichtungen:
Manuelle Aktenrecherche: Informationen aus Tagebucheinträgen, Stammdaten, Vorberichten und Altdokumenten müssen mühsam und zeitaufwändig aus verschiedenen Ordnern zusammengesucht werden.
Repetitive Schreibarbeit: Häufige Copy-Paste-Prozesse aus Altberichten und stundenlange Formulierungsschleifen belasten das Team, ohne einen fachlichen Mehrwert zu generieren.
Verlust von Betreuungszeit: Die administrativen Anforderungen verdrängen zunehmend die direkte Begleitung der Klienten.
Die Lösung: KI-gestützte Bedarfsermittlung mit Pflegeschild
Durch die Implementierung von Pflegeschild, einer gemeinsam mit der Lilienthaler Diakonie entwickelten und praxiserprobten Softwarelösung, verändert sich dieser Workflow grundlegend. Die Anwendung führt alle relevanten Klienteninformationen an einem zentralen Ort zusammen.
Fachkräfte müssen Berichte nicht mehr von Grund auf neu verfassen. Stattdessen nutzt die KI vorhandene Tagebucheinträge, Stammdaten und historische Dokumente, um auf Knopfdruck einen vollständigen, strukturierten Berichtsentwurf zu generieren. Eventuelle Sprachbarrieren im Team werden automatisiert überwunden, da Eingaben in der Muttersprache der Fachkraft erfolgen können und von der Software in korrektes, professionelles Fachdeutsch übersetzt werden.
Der Workflow im Überblick:
Kontext wählen: Auswahl des Klienten sowie der entsprechenden Berichtsvorlage. Bestandsdaten wie das Tagebuch oder Altberichte fließen automatisch ein.
Entwurf generieren: Die KI erstellt einen strukturierten Textentwurf passend zum jeweiligen Instrument wie B.E.Ni, BEI_NRW, TIB oder ITP.
Prüfen und Freigeben (Human in the Loop): Die Fachkraft liest den Entwurf Korrektur, passt Details an und behält die volle Letztverantwortung über das Dokument.
Automatischer Export: Nach der Freigabe erfolgt der direkte Export in die spezifische Formularvorlage der Einrichtung – ganz ohne manuelles Formatieren.„Pflegeschild ist für uns kein bloßes Schreibwerkzeug, sondern ein intelligenter Assistent, der den Fokus zurück auf den Bewohner lenkt. Die Pflegekräfte dokumentieren nicht mehr 'gegen das System', sondern werden von ihm getragen.“ – Einrichtungsleitung Diakonie Pflegeheim
Die Ergebnisse im direkten Vergleich
Kennzahl / Bereich
Ohne Pflegeschild
Mit Pflegeschild
Zeitaufwand pro Bericht
Typischerweise 20 bis 30 Stunden Arbeitszeit pro Bedarfsermittlung.
Bis zu 90 % weniger Zeitaufwand bei der Berichtserstellung.
Informationsbasis
Mühsames Suchen in Systemen, Notizblöcken und SharePoint-Ordnern.
360° Klientenwissen: Automatische Zusammenführung aller Kontextdaten.
Umgang mit Sprachbarrieren
Hohe sprachliche Unsicherheiten und zeitintensiver Korrekturaufwand im QM.
Nutzung in der Muttersprache möglich; Ausgabe in fehlerfreiem Fachdeutsch.
Fristen & Organisation
Aufwändige Rundrufe, Status-E-Mails und manuell gepflegte Tabellen.
Echtzeit-Transparenz über ein Kanban-Board und automatische Fristen-Erinnerungen.
Mehrwert für das Management und die Einrichtungsleitung
Neben der Entlastung der direkten Pflege- und Betreuungskräfte sichert Pflegeschild strategische Vorteile für die gesamte Organisation. Ein integriertes Fristenmanagement mit automatischen Erinnerungen schützt vor Versäumnissen bei der Kostenträger-Abrechnung. Die softwaregestützte Dokumentation sichert eine einheitliche und konforme Berichtsqualität über alle Wohnbereiche und Standorte hinweg.
Gleichzeitig wird durch die spürbare Reduktion der Dokumentationslast einer der größten Stressfaktoren im Berufsalltag minimiert, was die Mitarbeiterzufriedenheit stärkt und die Fluktuationsgefahr senkt. Das System arbeitet dabei nach höchsten Datenschutzstandards (hosted in Germany) und gewährleistet durch eine lückenlose Protokollierung eine revisionssichere Dokumentation.
„Pflegeschild hat unsere interne Dokumentation grundlegend verändert. Die KI erledigt 90% der Arbeit und die Plattform organisiert uns. Ich sehe auf einen Blick, welche Berichte offen sind und wer Unterstützung braucht – ohne aufwändige Rückfragen im Team.“ — Teamleitung, Lilienthaler Diakonie


